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CDs

The Kinks

"Phobia" 

Vö. 02.01.2015 | Columbia/Sony Music



Im Jahr 1993 erschien das letzte Studioalbum „Phobia“ der Kinks. Seinerzeit weitgehend überhört, wird die CD nun wiederveröffentlicht und offenbart einige der schönsten Songs aus der Spätphase der Erfinder von „You Really Got Me“ und „Lola“... .

Als „Phobia“ am 29. März 1993 endlich in den Läden stand, ahnten weder Ray Davies & Co. noch die treuesten Fans der legendären Kinks, dass dieses Album nach drei Jahrzehnten den Abschied der Band markieren sollte. Zwar vollzog sich der in Raten, aber das Ende war zu diesem Zeitpunkt kaum noch aufzuhalten. Tatsächlich folgte mit „To The Bone“ (1994/96) noch ein Livealbum, das sogar zwei neue Songs enthielt, und ebenso gaben die Kinks noch bis zum Sommer 1996 Konzerte. All dies aber geschah fast schon unter Ausschluss der Öffentlichkeit, vom Radar des aktuellen Popbetriebs war die Band da längst verschwunden.

Dabei hatte es Mitte der 1980er-Jahre durchaus noch nach einer gesunden Gegenwart und einer vielversprechenden Zukunft ausgesehen. Mit Hits wie „Come Dancing“ und „Don’t Forget To Dance“ hatten sich die Kinks nach Jahren der Flaute in den Hitparaden zurückgemeldet, und ihre Tourneen verliefen ohnehin erfolgreich wie eh. Der erste Bruch jedoch geschah im Jahr 1984, als Gründungsmitglied und Drummer Mick Avory die Band nach 20 gemeinsamen Jahren verließ, weil er sich die andauernden Streitereien mit Dave Davies nicht mehr antun wollte. Bruder Ray kommentierte das später einmal so: „Danach war die Band nicht mehr dieselbe.“

„Phobia“ wurde nach der Veröffentlichung 1993 in der Öffentlichkeit weitestgehend übersehen. Dabei bot das Album mit der bewährten Kinks-Mischung aus Hardrock, Popballaden und Davies’ sarkastischen Texten jede Menge lohnende Songs, allen voran das nachdenkliche „Still Searching“, den mitreißenden Titeltrack, das augenzwinkernde Brüder-Duett „Hatred (A Duet)“ und das wehmütige „The Informer“. Ausgerechnet zu einer Zeit, als die Protagonisten des aufkommenden Britpop-Revivals, allen voran Damon Albarn (Blur) und Noel Gallagher (Oasis), Ray Davies öffentlich und unisono zum Gottvater des englischen Popsongs erklärten und den Klassikern der Kinks auf diese Weise neue Aufmerksamkeit verschafften, interessierte sich für die aktuelle Band kaum noch jemand. Ihre Zeit war abgelaufen. Zwischen dem Grunge-Lärm, R&B-Balladenkitsch und Techno-Hedonismus jener Tage wirkte die feine Songkunst der Kinks in der Tat ein wenig verloren.

Die Davies-Brüder nahmen es zur Kenntnis und kümmerten sich fortan um Soloprojekte. Auch wenn die Kinks nach ihrem letzten Konzert am 15. Juni 1996 bei Oslo nie offiziell aufgelöst wurden, die Anekdote, die Drummer Bob Henrit dem Biografen Nick Hasted einmal von einem der letzten Konzerte erzählte, spricht Bände: „Ray drehte sich eines Abends auf der Bühne zu mir um und fragte: ‚Wo sind bloß die guten Zeiten hin?’ (where have all the good times gone?), und ich sagte: ‚Ich weiß es nicht, Ray’. Er wollte mir nur den nächsten Song mitteilen. Aber er formulierte es als Frage. Und es war keine, die mich überraschte.“


Titelliste:

Opening
Wall Of Fire
Drift Away
Still Searching
Phobia
Only A Dream
Don't
Babies
Over The Edge
Surviving
It's Alright (Don't Think About It)
The Informer
Hatred (A Duet)
Somebody Stole My Car
Close To The Wire
Scattered
Did Ya


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